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Geschichte

Das „Uzdrowisko Cieplice Sp. z o.o“ folgt der jahrhundertealten Tradition der Nutzung von natürlichen Rohstoffen für Therapien. Badeheilbehandlungen werden hier ununterbrochen seit 1281 durchgeführt, was Cieplice zum ältesten Kurort in Polen macht.

Inmitten einer weitläufigen, flachen Niederung, am Fuß des majestätischen Riesengebirges, eingebettet in viel Grün, über das sich nur Kirchentürme und das rote Dach des Palasts erheben, befinden sich die Häuser von Cieplice. Die Umstände der Entstehung von Cieplice liegen im Dunkel der Vergangenheit. Die Legende besagt jedoch, dass Cieplice seinen Anfang von einem Jagdhof nahm, welcher an den Quellen errichtet wurde, deren Wasser einen Hirsch geheilt hatten, der vom schlesischen Herzog Boleslaus dem Langen während der Jagd verletzt worden war. Seit einem Vierteljahrhundert ist Cieplice ein Teil von Jelenia Góra. Früher war es eine eigenständige Ortschaft, deren gesicherte historische Anfänge in die 2. Hälfte des 13. Jh. zurückreichen. Bereits damals waren die hiesigen warmen Quellen bekannt. Von ihnen nahm auch der Ort seinen Namen, sowohl in deutscher – Bad Warmbrunn (Villa Warmbrona 1288), lateinischer – Callidus fons (1281) als auch polnischer Sprache – Cheplewode (1318).
Von der engen Verbindung des Ortes mit den warmen Quellen zeugt auch das älteste erhaltene Dokument, das sie betrifft. Im Jahr 1281 schenkte der Löwenberger Herzog Bernhard I. dem Orden der Johanniter aus Strzegom (auf dt.: Striegau) die hiesigen Quellen mit ihrem Umland. Die Johanniter sind ein Orden der Kranke betreut und Krankenhäuser leitet. Im naheliegenden Dorf Malinnik (auf dt.: Herischdorf; heute ein Teil von Cieplice, der sich entlang der Flüsse Kamienna, auf dt.: Zacken, und Wrzosówka, auf dt.: Heidewasser, zieht) errichteten sie 1288 eine Herberge für Kranke. Die Umstände Auszugs der Johanniter aus Cieplice sind nicht bekannt. In der 2. Hälfte des 14 Jh., als ganz Schlesien bereits der Böhmischen Krone gehörte, wurde Gotsche Schoff, ein Ritter im Dienst des Herzogs Bolko II. von Schweidnitz-Jauer, der neue Herr von Cieplice. Der Ort blieb in den nächsten Jahrhunderten in den Händen seiner Nachkommen, der Familie Schaffgotsch.


 

Der Stammvater dieser bedeutenden Familie hat in der 2. Hälfte des 14 Jh. eine von den damals zwei bekannten Quellen den Zisterziensern geschenkt, die aus Krzeszów (auf dt.: Grüssau) hierher geholt wurden. In dieser Zeit haben sowohl die Familie Schaffgotsch als auch die Mönche hier Heilbehandlungen organisiert.
Bereits im 16. Jh. besuchten die Quellen von Cieplice zahlreiche Kurgäste aus dem ganzen Römisch-Deutschem Reich und sogar aus Polen. Mitsamt dem Königreich Böhmen wurden Cieplice im Jahr 1526 Teil der Habsburger Monarchie. Im Jahr 1569 hat der Medikus Caspar Hoffmann die hiesigen Thermalwasser untersucht und beschrieben. Nach ihm hat das 1607 Caspar Schwenkfeldt, ein hervorragender Naturforscher und Stadtarzt aus Jelenia Góra, getan.
Der Dreißigjährige Krieg hat mit Sicherheit die weitere Entwicklung des Kurorts gehemmt, obwohl nicht viele Informationen aus diesen Jahren erhalten geblieben sind. Die zweite Hälfte des 17. Jh. ist eine Zeit, in der sich häufig bedeutende Persönlichkeiten aus Polen nach Cieplice begeben haben, was sicherlich mit der Tätigkeit von Christoph Leopold Schaffgotsch als Botschafter am polnischen Hof verbunden war. Die Gäste von Christoph Leopold Schaffgotsch waren u. a. der Großkanzler von Litauen Albrycht Stanisław Radziwiłł (1653), der Kastellan von Wieluń Zygmunt Radziwiłł (1677) und der Primas von Polen Michał Radziejowski (1692). Ein anderer berühmter Gast von Cieplice war die polnische Königin Marie Casimire Sobieska, genannt „Marysieńka“, die sich hier mit ihrem zahlreichen Hofstaat 1687 aufhielt. Ihr Besuch blieb den Einwohnern von Cieplice lange in Erinnerung. Im 17. und 18. Jh. war der Kurort auch für seine Glasschleiferei berühmt. Im Jahr 1741 kam Cieplice in die Grenzen des Königreichs Preußen. Die Wende vom 18. zum 19. Jh. brachte die Besuche von vielen bedeutenden Gästen. Unter ihnen waren Johann Wolfgang von Goethe (1790), der preußische König Friedrich Wilhelm III. mit seiner Gemahlin (1800), John Quincy Adams, der spätere Präsident der USA (1800), Hugo Kołłątaj (1792 und 1808), Józef Wybicki (1802) sowie Izabella Czartoryska (1816).

Nach der Säkularisierung der Güter der Zisterzienser hat die Familie Schaffgotsch 1812 die Klosterquelle erworben. Auf diese Weise kam der ganze Kurort in ihren Besitz. Ab der 2. Hälfe des 19. Jh. wurden die Sammlungen der Familie Schaffgotsch zu einer großen Attraktion von Cieplice.  Zu ihnen gehörten u. a. die Bibliothek, die Waffenkammer sowie die völkerkundliche und mineralogische Sammlung.
Am berühmtesten war jedoch das Vogelkundekabinett, das als größte diesbezügliche private Sammlung in Europa galt. In dieser Zeit waren mit Cieplice einige herausragende Ornithologen verbunden: Ernst Luks und seine Schüler – Otto Finsch (der spätere Forschungsreisende und Kolonisator von Papua-Neuguinea) sowie Georg Martini (der Gründer der vogelkundlichen Sammlung der Familie Schaffgotsch).
 


 

Auch Mitte des 19. Jh. kamen zu den Quellen von Cieplice bekannte Persönlichkeiten: die Schriftsteller Karl von Holtei und E.T.A. Hoffmann oder der Maler Caspar David Friedrich und unter den polnischen Gästen waren Wincenty Pol und Kornel Ujejski (1847). Ab Mitte des 19. Jh. arbeitete in Cieplice anfangs eine Reparaturwerkstatt und dann eine Fabrik von Papiermaschinen von Eugen Füllner. Im Jahr 1902 wurde hier eine hervorragende Holzschnitzschule gegründet.
Cieplice waren auch in der ganzen Region für den alljährlichen Tallsackmarkt berühmt, auf dem köstliche Lebkuchen verkauft wurden. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg hatte der Kurort die Stadtrechte erlangt, die er bis 1975 besaß, als er in Jelenia Góra eingegliedert wurde. 

 

Der Zweite Weltkrieg selbst hatte keine Schäden in der Stadt verursacht. Nach Kriegsende wurde die Sammlung der Familie Schaffgotsch zerstreut. Auch der Kurort verlor allmählich sein altes Renommee. Zum Glück beginnt Cieplice in den letzten Jahren langsam den ihm zustehenden Rang wiederzuerlangen. Dank zahlreicher Investitionen sowohl vonseiten der Stadt als auch der Gesellschaft „Uzdrowisko Cieplice“ stehen den Kurgästen moderne Behandlungseinrichtungen zur Verfügung und die Altstadt von Cieplice strahlt wieder in ihrem alten Glanz. Rok 2008 ma przynieść oczekiwany od lat przełom – w Cieplicach ma rozpocząć się budowa dużego kompleksu basenów termalnych, z których w przyszłości będą korzystać zarówno kuracjusze jak i mieszkańcy Jeleniej Góry. Es scheint, dass, so wie früher, der Wohlstand von Cieplice mit seinen Quellen verbunden ist.